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16 schränkchen sind in
unregelmässiger anordnung an der mauer des ehemaligen klostergartens
befestigt. sie haben völlig unterschiedliches design doch die
zahlreichen bohrungen unterschiedlichen durchmessers lassen sie als
ensemble erscheinen. alle möbel sind mit einem vorhängeschloß
verschlossen. unter meiner anleitung haben die kinder des
anliegenden asylantenheimes die schränkchen gebohrt und bemalt. für
die dauer der ausstellung ist jedes kind für sein objekt
verantwortlich. der "kinderpate" sorgt für den guten zustand des
schränkchens und kann seinen eigenen "privatschrein" mit allem
bestücken, was ihm lieb und teuer ist. mit der einbeziehung der
kinder gewinnt diese arbeit wesentliche inhaltliche und
prozessimanente aspekte hinzu. durch den interaktiven ansatz habe
ich bewußt einen teil der gestaltung abgegeben. der doppelte
ortsbezug zwischen klostergarten und asylantenheim stellt einen
aktuellen brückenschlag zwischen vergangenheit (kloster) und
gegenwart (heim) und zukunft (kinder) her. die arbeit ist also eine
verbindende, lebendige. eine arbeit, die trennen und verbergen zum
thema hat, tatsächlich jedoch öffnung und überwindung von grenzen
praktiziert |
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