hans lamb   conclusus apertus
 

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aktuell installation skulptur zeichnung projekt
 

16 schränkchen sind in unregelmässiger anordnung an der mauer des ehemaligen klostergartens befestigt. sie haben völlig unterschiedliches design doch die zahlreichen bohrungen unterschiedlichen durchmessers lassen sie als ensemble erscheinen. alle möbel sind mit einem vorhängeschloß verschlossen. unter meiner anleitung haben die kinder des anliegenden asylantenheimes die schränkchen gebohrt und bemalt. für die dauer der ausstellung ist jedes kind für sein objekt verantwortlich. der "kinderpate" sorgt für den guten zustand des schränkchens und kann seinen eigenen "privatschrein"  mit allem bestücken, was ihm lieb und teuer ist. mit der einbeziehung der kinder gewinnt diese arbeit wesentliche inhaltliche und prozessimanente aspekte hinzu. durch den interaktiven ansatz habe ich bewußt einen teil der gestaltung abgegeben. der doppelte ortsbezug zwischen klostergarten und asylantenheim stellt einen aktuellen brückenschlag zwischen vergangenheit (kloster) und gegenwart (heim) und zukunft (kinder) her. die arbeit ist also eine verbindende, lebendige. eine arbeit, die trennen und verbergen zum thema hat, tatsächlich jedoch öffnung und überwindung von grenzen praktiziert

 
        diverse alte schränckchen, acryllack, vorhängeschlösser, 2000
 
 
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