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Seine Sinnsuche, reflektiert in meterlangen
Abschriften der Heiligen Schrift und in
seiner Malerei, geschieht nun in einem
gleichfalls sinnsuchenden Bereich. Die
äußere und die innere Geschichte können
beginnen, einander zu erzählen. Diese
wechselseitige Spiegelung von Gesellschaft
und Individuum ist der Kern der
Inszenierung. Insideout. Von der
initiierenden Ebene des Projekts aus
betrachtet ergeben sich neue Linien in
diesem Entgrenzungsprozeß. Erst die
zeitweise Aufhebung der Privatsphäre des
Stipendiaten ermöglicht die Kommunikation
des Projektteams und der interessierten
Öffentlichkeit mit ihm, dem menschlichen
Kernbereich. Auf der anderen Seite geben die
Künstler Lamb und Welter die klassische
Kontrolle bei der konkreten Werkentstehung
preis. Sie sorgen für das Funktionieren,
begleiten den Nukleus des Projektes in
seiner Entwicklung und dokumentieren die
Vorgänge im Zollhaus, die Reaktionen der
Öffentlichkeit und die Verschiebungen von
Wahrnehmungen und Vorurteilen bei allen
Beteiligten.
Sie üben Selbstkritik. Sie
setzen das Projekt in den ästhetischen und politischen Kontext. Die innere
Ausgestaltung gehört Matthias Dachs.
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