hans lamb   zeichnung
 

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zeichnen ist immer wieder elementares verstehen von form, funktion, zusammenhang und wesenhaftigkeit von umwelt und geistiger innenwelt. auch für eigentlich nicht reale, nicht visuelle dinge können zeichen gefunden werden - und zwar mit denkbar einfachsten mitteln wie einem blatt schreibmaschinenpapier  und einem kugelschreiber. durch die fast „intime“ entscheidung zwischen linie und nichtlinie kann eine welt hoher suggestionskraft und auratischer rätselhaftigkeit entstehen. zeichnung ist gerade für mich als plastiker unentbehrliches handwerkszeug - nicht zuletzt deshalb, weil es die entstehung von raum als rythmisierung von masse und "nicht-masse" in sekundenschnelle simulieren läßt.

grenzgebiete zwischen zeichnung und plastik halte ich für ganz besonders "fruchtbare" orte. die zeichnung ist es, die der idee den raum gibt, sich zu materialisieren – im computer, auf dem papier oder aber im kopf – zeichnen ist denken und denken ist zeichnen... 

 
        graphit, acrylack auf pappe, seit 1999
 
 
zeichnung_denken