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zeichnen ist immer wieder elementares verstehen von form, funktion,
zusammenhang und wesenhaftigkeit von umwelt und geistiger innenwelt.
auch für eigentlich nicht reale, nicht visuelle dinge können zeichen
gefunden werden - und zwar mit denkbar einfachsten mitteln wie einem
blatt schreibmaschinenpapier und einem kugelschreiber. durch die
fast „intime“ entscheidung zwischen linie und nichtlinie kann eine
welt hoher suggestionskraft und auratischer rätselhaftigkeit
entstehen. zeichnung ist gerade für mich als plastiker
unentbehrliches handwerkszeug - nicht zuletzt deshalb, weil es die
entstehung von raum als rythmisierung von masse und "nicht-masse" in
sekundenschnelle simulieren läßt.
grenzgebiete
zwischen zeichnung und plastik halte ich für ganz besonders
"fruchtbare" orte. die zeichnung ist es, die der idee den raum gibt,
sich zu materialisieren – im computer, auf dem papier oder aber im
kopf – zeichnen ist denken und denken ist zeichnen... |
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